Bourbonne-les-Bains

Wanderbericht über den gemeinsamen Wanderausflug mit unseren Wanderfreunden aus Mably in der Haute-Marne vom 8. – 11. September

Der Beginn eines angenehmen Wanderwochenendes fand in einem Wildgehege statt, wo wir von unseren französischen Organisatoren bereits mit einem reichhaltigen Picknick erwartet wurden. Leben wie Gott in Frankreich; an diesem Wochenende keine leere Worthülse, sondern wahrhaftiges Savoir-Vivre. Denn unsere linksrheinischen Freunde hatten sowohl regionale Gaumenfreuden im Angebot, als auch aus Mably selbstgemachte Speisen mitgebracht.
Mit kugelrunden Bäuchen ging es dann zur ersten kleinen Wanderung. Ziel war ein Weingut in Coiffy-Le-Haut, wo wir zu einer Kellerführung und anschließender Weinprobe angemeldet waren.

Am zweiten Tag überprüfte Petrus die Wasserfestigkeit der Teilnehmer. Wir ließen uns jedoch vom Regen nicht ausbremsen. So kürzten wir zwar etwas die Wanderroute, beim restlichen Programm konnte uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen, denn wir waren die meiste Zeit überdacht: Wir besuchten Fayl-Billot, ein Dorf, dass für seine Korbfechtarbeiten

bekannt ist, und verbrachten einige Zeit im ortseigenen Korbflechtmuseum, um anschließend in die Werkstatt eines Korbflechters zu gehen, um diesem bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen und ihn mit unseren Fragen zu löchern.

Sonntags ging es nach Langres, dem Geburstort des über die Grenzen Frankreichs bekannten Philosophen und Aufklärers Didier Diderot. Mit einer Touristenbahn fuhren wir durch die engen Gassen und Teile der mittelalterlichen Festungsanlagen, die im Laufe des Tages weiter zu Fuß erkundet wurden. Ein Highlight war unter anderem der „Tour de Navarre“, der Hauptverteidigungsturm der Wallanlagen. Manche nutzen aber auch die Zeit, um in einem der Straßenkaffees der Altstadt die Seele baumeln zu lassen.

Schon neigte sich unser Besuch dem Ende entgegen. Am letzten Tag besuchten wir eine Glasbläserei in Passavant-La-Rochère. Dort hatten wir eine Führung durch die Werkstatt, in der mundgeblasene Karaffen hergestellt wurden. Im Anschluss konnten wir im werkseigenen Laden Glasobjekte erstehen. Nach einem kurzen Spaziergang um einen nachgelegenen See und einem leckeren Mittagessen im Uferrestaurant hieß

es „Au revoir“ – Auf Wiedersehen.

Wir schauen auf ein wunderschönes und toll organsiertes Wochenende zurück, bedanken uns bei allen Teilnehmern und freuen uns auf das nächste Wandertreffen mit unserer Partnergemeinde.

SG